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24.08.2010 10:00
Nach dem gelungenen Sommerfest der Mitglieder in den Alters- und Ehrenabteilungen der Wehren im Kreisfeuerwehrverband Vogelsbergkreis war kürzlich ein Busausflug fällig; dieses Mal erneut in unser Nachbarland Thüringen. Die Anmeldungen zu einer Tagesfahrt waren so zahlreich, dass nach dem Chartern von 3 Bussen ein Anmeldestopp verfügt werden musste (insgesamt 185 Personen hatten ihr Interesse an der Fahrt geäußert). Dieser Umstand erforderte dann auch die Durchführung der Fahrt an 2 verschiedenen Tagen.
Erstes Tagesziel war Friedrichsroda (Ortsgründung 1044 durch Ludwig mit dem Barte, zu DDR-Zeiten einer der 5 größten Luftkurorte in Thüringen) und hier das Schaubergwerk Marienglashöhle. Wir erhielten während einer Führung Informationen über die mehr als 1.000 Jahre alte Gewinnung von Eisen- und Kupfererzen, später Gips, Salze und Uran. Dem Vorantreiben eines Erkundungsstollens in den Abtsberg verdanken die Bergleute 1778 das Auffinden einer Gipslagerstätte, die 125 Jahre lang den Grundstoff für feinsten Stuck lieferte. Kirchen und Klöster galten als dankbare Abnehmer der vorgefundenen wertvollen Gipskristalle zur Verzierung von Altären, Kronleuchtern und Gemälden. Weil darunter auch Bildnisse der Mutter Maria waren, führte dies zu der allseits gebräuchlichen Bezeichnung „Marienglas“.
Nach dem Motte: „Ohne Mampf kein Kampf“ war danach ein ausgedehntes Mittagessen im Brauhaus Friedrichsroda angesagt, einem urgemütlichen historischen Gasthaus mit eigener Bierherstellung.
Hieran schloss sich eine Rundfahrt durch den Thüringer Wald an über Georgenthal (das Kloster -heute nur noch Ruine - spielte eine bedeutende Rolle während des Bauernkriegs 1525), Tambach-Dietharz (Naturdenkmal Falkenstein, ein 96 m hoher Porphyrfelsen), Floh-Seligenthal (am Südwesthang des Thüringer Waldes direkt am Rennsteig gelegen) und Brotterode, dem allseits bekannten Wintersportort am Fuße des Großen Inselsberges an. Die Besichtigung des Trusetal-Wasserfalls fiel nicht ins Wasser, man hatte vorher zum Leidwesen der Fahrtteilnehmer das Wasser abgegraben (sprich: umgeleitet).
Vom Großen Inselsberg (916 Höhenmeter) genossen wir Vogelsberger eine herrliche Rundsicht bis in die Rhön. Zwischenzeitlich waren sowohl eine Kaffeepause als auch ein Spaziergang zur Erkundung der näheren Umgebung angesagt. Dabei konnte man die Feststellung machen, dass nach dem äußeren Erscheinungsbild der Gebäude auf dem Berggipfel zu urteilen noch erheblicher Unterhaltungsaufwand besteht.
Der Tag wurde beschlossen bei einem ausgiebigen Abendessen im Gasthof Graulich in Schwalmtal-Rainrod (Geschmacksrichtung gewohnt ländlich, oberhessisch), in dessen Verlauf der Dank der Fahrtteilnehmer an die Initiatoren Karl Hartmann und Helmut Keipp für deren Mühe zum Ausdruck kam.
Bilder:
9808 – 9830 Marienglashütte
9821 – 9832 Großer Inselsberg
Gruppenaufnahme
Text und Bilder: Walter Weickert