Vom 23.07.2026-26-7.2026 fand das Zeltlager unserer Jugendfeuerwehr statt. Bis zum Sonntag verwandelte sich der Platz hinter dem Schlitzer Feuerwehrhaus in ein lebhaftes Zeltdorf. Mit dabei waren unsere Freunde der Jugendfeuerwehr Barnitz, mit der uns als Schlitzer Wehr eine lange Tradition und Partnerschaft vereint. Insgesamt 26 Jugendliche verbrachten zusammen mit dem Betreuerteam aus Barnitz sowie unseren eigenen Betreuern und Organisatoren ein gemeinsames langes Wochenende. Der Donnerstag stand zunächst ganz im Zeichen des Aufbaus. Nachdem die großen Mannschaftszelte aufgeschlagen und die Feldbetten bezogen waren, haben sich alle häuslich eingerichtet. Kaum war die Arbeit getan, stand der Spaß im Vordergrund. In der großen Runde wurden neue Kontakte geknüpft und vor allem alte Freundschaften aufgefrischt, die durch die regelmäßigen Treffen der beiden Feuerwehren teils schon seit vielen Jahren bestehen. Am Freitag schlüpften die Nachwuchsbrandschützer in die Rolle einer echten Wachabteilung und erleten bei zahlreichen Übungen den Feuerwehralltag hautnah. Bisher mussten die Jugendlichen bereits zweimal ausrücken. Ein angenommener Heckenbrand im Grund und ein weiteres Szenario am Soccer-Feld forderten das ganze Können der Truppe. Besonders schön zu beobachten ist dabei, wie reibungslos und kameradschaftlich die Jugendlichen aus Schlitz und Barnitz alle gestellten Aufgaben gemeinsam als ein Team abarbeiten. Zwischen den Übungseinsätzen wird sich im Zeltlager ordentlich gestärkt und Kraft gesammelt. Im Laufe des Abends und und sogar in der Nacht folgten noch weitere Einsätze Die reale Einsatzbereitschaft der großen Schlitzer Feuerwehr bleib von dieser Aktion natürlich völlig unberührt und ist war zu 100 Prozent gegeben. Der Samstag Vormittag wurde direkt für eine dreistündige Kanutour von Rimbach nach Solms genutzt. Dabei hatten die Jugendlichen jede Menge Spaß und so mancher Betreuer zeigte eher unfreiwillig sein Können als U-Boot-Kapitän. Auf die ersten Einsätze am Nachmittag folgten am Freitagabend ein simulierter Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Übungspuppe unter einem Bagger sowie eine Tragehilfe per Drehleiter und eine Türöffnung gegen 23 Uhr. Dass die Feuerwehr nicht nur tagsüber bei Sonnenschein funktioniert, erlebte der Nachwuchs um 1 Uhr morgens bei einer nächtlichen Personensuche. Mitten aus den Träumen gerissen zu werden, sorgte anfangs für etwas Verwunderung und Müdigkeit, war am Ende aber ein echtes Highlight. Nach einer kurzen restlichen Nacht ging es am Samstagvormittag Schlag auf Schlag weiter. Ein angenommener Werkstattbrand mit Menschenleben in Gefahr, eine Ölspur und ein weiteres Feuer in einer Maschinenhalle forderten noch einmal die volle Konzentration. Die Jugendlichen haben bei allen Aufgaben eindrucksvoll bewiesen, wie Hand in Hand die Zusammenarbeit über die Grenzen der Bundesländer hinweg funktioniert. Als die 24-Stunden-Übung geschafft und die Fahrzeuge wie bei der großen Einsatzabteilung wieder gewaschen und einsatzbereit gemacht waren, stand Erholung auf dem Plan. Alle waren ziemlich erschöpft, aber total begeistert. Ein eigens aus Strohballen gebauter Pool samt Wellenrutsche bot die perfekte Abkühlung an diesem warmen Nachmittag. Der Samstagabend klang dann ganz entspannt mit Stockbrot am Lagerfeuer aus, wo in großer Runde auch das Gastgeschenk übergeben wurde. Am Sonntag hieß es, nach einem letzten gemeinsamen Frühstück, leider schon wieder Abschied nehmen von der Barnitzer Jugendfeuerwehr. Für die Schlitzer blieb neben der tollen Erinnerung an dieses Wochenende, nur noch das Aufräumen und ein letztes Restessen am Mittag. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Familie Hainer, die alle Teilnehmer, Helfer und Betreuer an den vier Tagen mit hervorragendem Essen verpflegt hat.